Fall des Monats

 

Grosser Berner Sennenhund Wasko erzählt uns seine Geschichte / Eigenblut Therapie
 

Diagnose: Ellbogendysplasie

 

 

 

«Ich bin ein Grosser Schweizer Sennenhund. Mein Name ist Wasko. Mit nur einem Jährchen auf dem Buckel stehe ich in der Blüte meiner Jugendjahre, entsprechend hoch ist denn auch mein Energielevel. Und der Zenit ist noch lange nicht erreicht. Ein paar Zentimeter Schulterhöhe werde ich noch zulegen, ebenfalls in Sachen Gewicht dürfte sich noch einiges tun. Immerhin gelten wir „Grossen Schweizer“ als grösste und schwerste der vier anerkannten Sennenhunde-Rassen. 

Was mich auszeichnet?

Nun, ich bin durchaus in der Lage, auf das Hab und Gut meiner Familie aufzupassen; Frauchen, Herrchen und die Kinderschar liegen mir sehr am Herzen. 

 

 

 

 

 

 

 

Wie ein Stein im Schuh

Ein Handicap machte mir bis vor kurzem allerdings das Leben schwer: Die Ellbogendysplasie am rechten Bein. Bei der Konsultation in der Kleintierklinik S. in Flamatt wurde zu allem Übel auch noch festgestellt, dass der Processus coronoideus, also der innere Gelenkfortsatz der Elle, halb frakturiert respektive angerissen war. Das bereitete mir natürlich tierische Schmerzen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit einem Stein im Schuh durch die Gegend wandern. Ungefähr so habe ich mich gefühlt.

 

 

 

 

 

Das bereitete mir natürlich tierische Schmerzen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit einem Stein im Schuh durch die Gegend wandern. Ungefähr so habe ich mich gefühlt.

 

Wieder in bester Verfassung

Arthroskopisch – ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem ein Endoskop in eine kleine Wunde eingeführt wird – wurde mir ein kleines Knochenteilchen im Ellbogengelenk entfernt. Um einer Arthrosenbildung, weiteren Gelenkablagerungen und einer chronischen Lahmheit vorzubeugen, entschied sich der Chirurg für eine ACP-Therapie. Während drei Wochen wurde mir einmal wöchentlich, und zwar immer am gleichen Tag, aus meinem eigenen Blut gewonnenes „Autologes Conditioniertes Plasma“ injiziert. Die Therapie an sich ist nun abgeschlossen, die Gelenkschmerzen sind verschwunden und ich bin wieder in bester Verfassung. Einmal jährlich wird nun mein Gelenk kontrolliert. Und falls es sich als nötig erweisen soll, wird dann die ACP-Therapie wiederholt. Indes, so wie ich mich jetzt fühle, kann es nur gut kommen – dem Team der Kleintierklinik S. sei Dank.»

Die ACP-Therapie kurz erklärt

Um Autologes Conditioniertes Plasma (ACP) zu gewinnen, entnimmt der Tierarzt dem Patienten ein wenig Blut, das dann zentrifugiert wird. Die im Blutplasma enthaltenen Blutplättchen (Thrombozyten) und die erneuerbaren (regenerativen), körpereigenen Wirkstoffe, die sogenannten Wachstumsfaktoren, werden auf diese Weise abgetrennt und konzentriert; das damit angereicherte Blutplasma wird dann in das verletzte Gelenk, in eine Sehne oder Wunde injiziert und unterstützt so die Heilung. Die ganze Behandlung dauert nur rund eine halbe Stunde.

 

In der Human- und Tiermedizin

In der Human-Medizin wird die ACP-Therapie, bekannt auch unter dem Begriff „Eigenbluttherapie“ seit geraumer Zeit erfolgreich angewandt. Dies insbesondere bei orthopädischen Behandlungen wie Sehnen- und Bänderverletzungen, Muskelfaserrissen oder Arthrose.

Mittlerweile hat die Heilmethode auch in der Tiermedizin Einzug gehalten. Sie wird in modernen Tierkliniken wie der Kleintierklinik S. in Flamatt regelmässig eingesetzt. Im Fokus stehen dabei mehrheitlich Verletzungen des Bewegungsapparates. Allerdings kann eine ACP-Therapie auch in Ergänzung eines chirurgischen Eingriffs im Zusammenhang mit diesen Verletzungen unterstützend angewandt werden. Die aus dem Eigenblut gewonnenen Wachstumsfaktoren spielen dabei eine wesentliche Rolle bei der Heilung komplizierter Wunden. Der Heilungsprozess an sich ist allerdings ziemlich komplex. Verschiedene Proteine aus dem Blutplättchen, die sich an der verletzten Stelle sammeln, fördern eine Reparatur des verletzten Gewebes und hemmen schmerzhafte Entzündungsvorgänge. Auf diesem Umstand beruht die ACP-Therapie.

 

 

Labradorhündin Luna erzählt uns ihre Geschichte

«Um ehrlich zu sein, die Jüngste bin ich nicht mehr. Man möge mir verzeihen, dass ich während den täglichen Spaziergängen hie und da nach Luft schnappen muss. Aber wenn ich höre, wie Frauchen jeweils ins Keuchen kommt, darf ich mich doch als einigermassen rüstig bezeichnen. Bis vor kurzem machte mir aber mein Kniegelenk Sorgen. Die Schmerzen kamen nicht von einem Tag auf den andern, sondern eher schleichend, bis ich mein Revier nur noch hinkend erkunden konnte. In der Kleintierklinik S. AG in Flamatt wurde dem Leiden Abhilfe geschaffen. Eine spannende Geschichte...

 

 

 

 

 

 

 

 

Sportliche Jugend

Als junge Hündin durchlebte ich einige wilde Jahre. Die vielen Ausflüge mit der Menschenfamilie wurden mit – nicht allseits geschätzten – Alleingängen ergänzt. Ich war Meisterin in
Weit- und Hochsprüngen, und Dauerläufe waren null
Problemo.

Bis eben die Schmerzen kamen. Klarer Fall von
Abnützungserscheinungen werden Sie jetzt wohl sagen.
Damit kann ich leben. Aber sprechen Sie nie von
Übergewicht. Welche Dame aus gutem Hause schätzt schon eine derartige Unterstellung. Mollig, das mag treffend sein. Aber Übergewicht...! Und mit Hüftgelenks- beziehungsweise Ellbogendysplasie hatten die Beschwerden übrigens auch nichts zu tun.

 

 

 

Arthroskopie schafft Klarheit

Nun, in der Kleintierklinik S. in Flamatt kam man dem Übel auf den Grund. Röntgenbilder schafften halbwegs Klarheit. Ein Kreuzband könnte angerissen sein, diagnostizierte der Arzt und teilte meinem Frauchen mit, dass die Blessur nur
operativ zu beheben sei. In der Folge erklärte er ihr en détail, wie man gedenke, in das Innenleben meines Knies
vorzudringen. So quasi über meinen Kopf hinweg und auf
Basis eines Kostenvoranschlags wurde einer Arthroskopie zugestimmt.

 

 

 

Am Tag X musste ich vortraben. In meinem Fall war’s zwar eher ein vorhinken. Ich würde deutlich lahmen, meinte der Arzt zur Begrüssung. Es sei höchste Zeit, dass man etwas
unternehme. Ich wurde zusehends nervöser, doch die
Praxisassistentinnen, die Anästhesistin und die Ärzte
linderten mein mulmiges Gefühl mit zig Streicheleinheiten und tröstenden Worten.

 

 

 

 

Auf dem OP-Tisch

Was jetzt kommt, kenne ich nur vom Hörensagen. Mitbekommen habe ich noch die Bemühungen des Klinik-Teams, mich auf den Operationstisch zu hieven. Und zwei kleine, meiner Meinung nach etwas unangenehme Einstiche
(minimalinvasiv, Gelenkspiegelung). Dann segelte ich,
angeschlossen an einige High-Tech-Maschinen, mit denen meine Körper- und Vitalfunktionen und die Narkose gesteuert und überwacht wurden, ins Land der Träume. 

 

 

 

Man verabreichte mir am Bein mit dem lädierten Knie zusätzlich eine Lokalanästhesie mit einer peripheren Nervenblockade. So konnten die allgemeine Anästhesie auf etwas schwächerem Niveau gehalten und ein schonender, schmerzfreier Eingriff garantiert werden.

 

 

Die Lösung: TTA

Jetzt wird’s etwas technisch; Ärztelatein eben. Ich halte mich kurz. Angesagt war, wie bereits gesagt, eine Arthroskopie. Eigentlich keine grosse Sache, bloss in paar kleine Schnitte, durch die man mir jede Menge Spülflüssigkeit ins Kniegelenk eingespritzt hat. Danach wurde das Endoskop ins Gelenk eingeführt. Der Chirurg weitete dann den Hohlraum zwischen den Knorpelflächen, auch Gelenkspalte genannt, aus. Damit er immer klare Sicht hatte, wurde durch eine Spülkanüle stetig Flüssigkeit ein- und durch eine andere wieder abgelassen. 

 

 

 

Bei diesem‚ Cleaning-Up’ wurde festgestellt, dass es mit dem Meniskus zum Besten stand, mein Kreuzband jedoch total im Eimer war und – jetzt kommt’s – eine weitere
Operation vonnöten sein wird. 

Nach rund vier Wochen war’s dann soweit.
Erneutes Antraben in der Kleintierklinik S., erneute
Begrüssung durch das Personal, erneut tröstende
Worte – und eine weitere Anästhesie mit allem
notwendigen High-Tech-Brimborium. Anstelle des defekten Kreuzbandes setzte man mir nun ein metallenes Ersatzteil ein. Die Damen und Herren in Weiss redeten da von einem Tibial tuberosity advancement (TTA). 

 

 

Die Lösung: TTA

Jetzt wird’s etwas technisch; Ärztelatein eben. Ich halte mich kurz. Angesagt war, wie bereits gesagt, eine Arthroskopie. Eigentlich keine grosse Sache, bloss in paar kleine Schnitte, durch die man mir jede Menge Spülflüssigkeit ins Kniegelenk eingespritzt hat. Danach wurde das Endoskop ins Gelenk eingeführt. Der Chirurg weitete dann den Hohlraum zwischen den Knorpelflächen, auch Gelenkspalte genannt, aus. Damit er immer klare Sicht hatte, wurde durch eine Spülkanüle stetig Flüssigkeit ein- und durch eine andere wieder abgelassen. 

 

Wie einst im Mai

Fachchinesisch hin oder her, in meinem rechten Knie bringt nun ein Stück Metall die Knochen und Sehnen in die richtige Position. Ich merkte bereits beim Aufwachen, dass sich etwas getan hat. Klar, noch verspürte ich Schmerzen. Aber die ersten wackeligen Schritte, die ich in Begleitung der Ärzte kurz nach dem Eingriff im Garten der Kleintierklinik S. wagen durfte, stimmten mich optimistisch.

Und heute? Die OP-Wunde ist verheilt – und mein Kniegelenk tut seinen Dienst wie einst im Mai. Meinen Weggefährtinnen und -gefährten stehe ich in Sachen Sprints und Langstreckenläufen kaum nach. Nun ja, zuweilen geht’s mir wie meinem Frauchen. Sie wissen schon – das mit dem Keuchen. Aber wie eingangs gesagt: Die Jüngste bin ich nicht mehr... »

Kater Filou erzählt uns seine Geschichte

Der Tag, an dem die Kletterkarriere von Kater Filou in Gefahr war..

Guten Tag, mein Name ist Filou. Ich bin ein 6-jähriger Kater, der in der Katzenwelt als der Geheimfavorit in der Baumkletterszene bekannt ist. Täglich übe ich mehrmals meine Technik an dem grossen Baum im Garten, und geniesse es, wie ein König über mein Land zu blicken. 

 

 

 

 

 

 

 

Vor einem Jahr war ich an einem sonnigen Sonntagnachmittag beim Abstieg vom Baum kurz von einem Vogel abgelenkt und ich musste an der falschen Stelle abspringen.

Ich landete unsanft auf einem unförmigen Stein und ein stechender Schmerz durchfuhr mein rechtes Hinterbein. Ich versuchte mich aufzurichten, aber ich konnte das Bein nicht mehr auf dem Boden aufsetzen

    Es wurde mir immer wieder kurz schwarz vor Augen. Also versuchte ich, das schmerzende Hinterbein nicht mehr zu belasten
    und auf drei Beinen das Haus zu erreichen. 

 

 

Gottseidank sah ich mein menschliches Mami im Garten sitzen und rief ihr lauthals zu: «Mami, Mami komm her, ich habe mich verletzt.» Mein Mami erkannte sofort, dass ich Hilfe brauchte und rief entsetzt der Nachbarin über den Gartenzaun zu: «Maja, kannst Du mich zu einem Tierarzt fahren? Filou ist verletzt.» 

Maja rief zurück: «Ja sicher, ich hole das Auto».

 

 

In der Transportbox im Auto hörte ich Maja zu meiner Mami sagen: «Katja, mach Dir keine Sorgen, ich fahre Dich in die Kleintierklinik S. AG in Flamatt, die haben 24/7 Notfalldienst und sind mit allen Geräten ausgestattet, um die überlebensnotwendigen Untersuchungen machen zu können. Meiner Mia haben sie nach dem Autounfall auch geholfen. Ich habe Herrn Dr. Steiner bereits telefonisch kontaktiert.»

 

Als wir ankamen, öffnete uns eine Frau die Tür, die Maja mit «Frau Senn» begrüsste. Wir wurden sofort in ein Zimmer geführt und Frau Senn öffnete meine Transportbox. Misstrauisch habe ich sie beäugt. Frau Senn berührte mich ganz vorsichtig am Kopf und sagte zu mir: «Keine Angst Filou, wir sind ganz vorsichtig.» Dann betrat ein Mann das Zimmer, Maja sprach ihn mit «Dr. Steiner» an. Er schaute mich an und begrüsste mich mit meinem Namen. Ganz vorsichtig fing er an mich zu berühren.

 

Als er Richtung Hinterbein kam und merkte wie ich mich versteifte, sagte er zu meinem Mami: «Filou hat grosse Schmerzen, wir werden ihm zuerst ein Schmerzmittel spritzen um ihm die Untersuchung so schmerzfrei wie möglich zu gestalten.» Ich mochte diesen Mann. Nach der Spritze fühlte ich mich sofort besser, der Schmerz ging zurück und ich konnte wieder ruhiger atmen. Wieder untersuchte Dr. Steiner vorsichtig meinen Körper. Er informierte mein Mami, dass er eine Fraktur vermutete und nun zur Bestätigung der Diagnose ein Röntgenbild machen werde. 

 

 

 

Frau Senn nahm mich vorsichtig in die Arme und ging mit mir in einen separaten Raum um, wie sie zu mir sagte, «ein Foto zu machen». Zurück im vorherigen Raum erklärte Dr. Steiner meinem Mami das Foto, welches bestätigte, dass ich mein rechtes Hinterbein gebrochen habe.

Ein Schreck durchfuhr mich… Gebrochen?? Mein Gott, kann ich dann nie mehr auf Bäume klettern?? Als ob Frau Senn meine Ängste gehört hätte, flüsterte sie mir ins Ohr: «Keine Sorge Filou, dass kann man reparieren». Dr. Steiner erklärte meinem Mami, was sie für mich tun können. Ich verstand nicht alles, aber das Wichtigste konnte ich raushören: «Dank dieser hochwertigen Technik wird Filou sein Bein nach der Heilungsphase wieder wie vorher belasten und einsetzen können.

    Sein Bein wird mit einer Titaniumplatte verschraubt, aber er wird aufgrund der Leichtigkeit dieses Materials und der
    Anpassungsfähigkeit der Platte keinen Unterschied beim Klettern und Springen bemerken. Und diese Titaniumplatte kann im
    Körper verbleiben, so dass Filou nicht noch einmal operiert werden muss». Titaniumplatte

 

 

Weiter erklärte Dr. Steiner meinem Mami, dass ich in der Klinik bleiben muss. Sie müssen zuerst meinen Körper stabilisieren können, um eine optimale Grundlage für eine Operation zu schaffen. Ich gebe zu, es fiel mir schwer ohne mein Mami zurückzubleiben.

 

 

 

Aber ich fühlte mich nicht alleine, in regelmässigen Abständen kamen gleichgekleidete Menschen zu meiner Box, die mir mit grossem Mitgefühl Mut zusprachen und schauten, dass ich keine Schmerzen hatte. Zusätzlich hörte ich im Hintergrund leise Musik, die ich als tröstend und beruhigend empfand und mir das Einschlafen erleichterte.

    Von der Operation habe ich nicht viel mitgekriegt, Frau Senn sagte zu mir: «Schlaf gut Filou, ich werde auf Dich aufpassen»
    und schon bin ich eingeschlafen.

 

 

 

 

 

 

Nach dem Aufwachen merkte ich sofort, dass mein Bein wieder funktionierte, aber ich musste es noch schonen und auf Klettertouren sowie Sprünge verzichten bis alles verheilt war.

 

 

 

Nach Ablauf des Hausarrests machte ich mich auf den Weg zu meinem geliebten Baum um mein «Titaniumbein» auf Herz und Nieren zu testen. Und ich war überrascht… flink wie ein Wiesel kletterte ich den Baum hoch – keine Veränderung zu vorher, jeder Bewegungsablauf meines Beines passte punktgenau. 

 

 

 

 

 

Überglücklich, dass ich meine Rolle als Geheimfavorit in der Baumkletterszene behalten konnte, übe ich nun wieder
jeden Tag meine Technik. Und unter uns gesagt, fühle ich mich mit meinem Titaniumbein wie «Supercat»

Ich bin überzeugt, dass ich in naher Zukunft vom
Geheimfavoriten zum Schweizermeister im Baumklettern aufsteigen werde. 

Euer Filou