Kastration Hund: Hündin/Rüde

 

Bei einer Kastration werden Ihrem Hund die Keimdrüsen (Hoden oder Eierstöcke) operativ entfernt. Dies ist die übliche Vorgehensweise bei Tieren – eine Sterilisation, bei der nur die Ausführgänge der Keimdrüsen (Eileiter oder Samenleiter) durchtrennt werden, wird nur selten empfohlen. 
 

 

Was muss ich vor und nach der Kastration meines Hundes beachten?

Der Hund muss am Tag der Operation mindestens 12 Stunden nichts gefressen haben. Bitte räumen Sie alles Essbare außer Reichweite. Trinken ist erlaubt.
Nach der OP muss der Hund einen Body oder Halskragen tragen, damit die Kastrationswunde nicht durch Lecken oder Kratzen verunreinigt werden kann. Die Fäden werden nach 10-14 Tagen gezogen, außer die Wunde wurde geklebt. Bitte erkundigen Sie sich bei uns, ob dies bei Ihrem Hund der Fall ist.

 

Was passiert bei der Kastration von Rüden?

Der Rüde erreicht die Geschlechtsreife mit 6-12 Monaten. Ab dann ist es möglich, ihn nach Absprache mit Ihrem Tierarzt zu kastrieren. Wir beraten Sie gerne hierzu und finden gemeinsam den idealen Termin für die Kastration Ihres Rüden.

Bei der Kastration werden unter Vollnarkose beide Hoden chirurgisch entfernt. Dabei geht die sexuelle Reproduktionsfähigkeit sowie das damit einhergehende sexuelle Triebverhalten irreversibel verloren. Unerwünschtes und störendes Rüden-Verhalten wie Aggressivität, Harnmarkieren oder Herumstreunen fällt damit weg. Zudem wird das Risiko einer Prostataerkrankung oder eines Hodentumors gesenkt. 

 

Und bei der Kastration der Hündin?

Die Hündin erreicht das geschlechtsreife Alter mit 7-14 Monaten. Ab dann ist es möglich, den richtigen Zeitpunkt der Kastration gemeinsam mit Ihrem Tierarzt zu bestimmen.

Bei der Hündin werden die Eierstöcke entfernt, wobei die Gebärmutter teilweise oder vollständig mitentfernt wird. Die Operation findet unter Vollnarkose statt. Wir bieten sowohl die klassische Kastrationsmethode als auch die laparaskopisch assistierte Ovariohysterektomie an. Hierbei handelt es sich um einen sehr schonenden Eingriff, der anstatt eines großen Bauchschnitts nur eine kleine Wunde bei der Hündin hinterlässt.

Mit der Kastration geht das sexuelle Triebverhalten und die Reproduktionsfähigkeit verloren und die unangenehmen Begleiterscheinungen wie die Läufigkeit oder die Scheinträchtigkeit fallen weg. Zusätzlich wird das Risiko, später an einem Mammatumor zu erkranken nachweislich gesenkt, vorausgesetzt, die Operation findet spätestens zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit statt, idealerweise schon vor der ersten Läufigkeit.